26.11.2018: Zu drei Vierteln absolut perfekt...

Vorab: Beide Pferde sind in München einfach grandios gegangen, ich bin sehr zufrieden mit Escolar und Escorial. Dass ich dann die letzte Prüfung nicht antreten konnte, war einfach ärgerlich...

Aber der Reihe nach. Escorial machte den Auftakt, zeigte besonders gute Trabtraversalen und starken Galopp und gewann so seinen Grand Prix. Für den ersten internationalen Auftritt eines Achtjährigen finde ich das beachtlich. Vor der Kür dann merkte ich schon in der Abreitehalle, dass er etwas müde war - der lange Weg vom Stallzelt bis dorthin hatte ihn Nerven gekostet, nachdem wir an Joggern mit Kopflampen und anderen "Gespenstern" vorbei gekommen waren. Entsprechend habe ich das Abreiten eher entspannt gestaltet, aber in der zweiten Hälfte der Prüfung war dennoch die Luft raus. Aber er hat diese schwierige Choreografie trotzdem sehr gut gemeistert, und der dritte Platz war wohl verdient.

Auch Escolar war im Grand Prix für den Spécial richtig gut drauf, bekam tolle Noten für die Verstärkungen und gewann die Prüfung. Sonntag Vormittag führte ich ihn vom Stallzelt zur Abreitehalle, und ohne dass ich mich vertreten hätte, spürte ich ein Ziehen im Oberschenkel. Beim Antraben dann die Gewissheit: Einer meiner Adduktoren machte sich wieder einmal unangenehm bemerkbar, an Aussitzen war einfach nicht zu denken. Somit konnte Escolar kein zweites Mal zeigen, was ihn ihm steckt - sehr schade. (Aber besser der Reiter als das Pferd...)

Nun bin ich unterwegs nach Australien, um Mefisto und seine Besitzer zu trainieren. Die Ruhe wird mir guttun, und zur Not gibt es sicher auch in Melbourne gute Physiotherapeuten.