26.07.2017: Aachen

Nun ist es etwas gesackt - und es erstaunt wohl niemanden wenn ich sage, dass ich mir mehr erwartet hatte von den Starts in Aachen...

Ich kann gar nicht so ganz genau sagen, was mit Imperio los war in Grand Prix und Spécial. Vermutlich habe ich einfach zu viel gewoll. Schließlich waren wir in Aachen, und es ging um die EM-Nominierung. Gleich die erste Trabverstärkung, die bei ihm ja häufig eine Neun wert ist, sollte es sein - aber ich habe wohl zu viel Druck gemacht, und er hat einmal den Kopf hochgerissen. Wahrlich kein guter Auftakt, und obwohl etliche gute Lektionen folgten, hatten wir unser Richterurteil wohl schon weg. Ja, die Piaffen waren nicht Impis Beste, aber die Pirouetten waren toll, und auch die Traversalen. Unterm Strich kamen wir auf gut 71 Prozent, Rang 15. Im Spécial dann klappten die Trabverstärkungen, alle bis auf die Letzte, in der er wieder den Kopf hochriss. Auf Grund meiner Anspannung habe ich mich dann auch noch verritten, somit blieben wir unter 70 Prozent und sind jetzt für die EM in Göteborg als Reserve auf Abruf benannt.

Escolar war im St. Georg richtig gut. Der Schritt und auch die erste Pirouette war nicht so schön, aber sonst war ich sehr zufrieden mit ihm. Sein starker Galopp, der üblicher Weise ja mit Neun oder besser bewertet wird, kam diesmal anscheinend nicht so an - nicht einmal eine Acht gab es im Schnitt. Ich wäre auch mit mehr als den knapp 71 Prozent einverstanden gewesen, aber wir wurden Dritte in dieser gut besetzten Prüfung.

Die Inter I war dann eine recht spezielle Prüfung. Vor uns war eine Stute dran, an der wir beim Einreiten auch vorbei mussten. Unser "Kleiner", für den dies ja auch erst das dritte Turnier in diesem Jahr war, war ziemlich verwirrt, und das zog sich durch die ganze Prüfung. Wir hatten tolle Momente, aber auch eine Reihe weniger tolle, und wurden mit 68 Prozent immerhin noch Siebte.